Geschichte

 

Anfangszeit an der Karlsruher Uni

Der Anfang von allem

1963: Adam Wieland bewirbt sich auf die Stelle im Institut für Grundlagen der Gestaltung an der Technischen Hochschule (TU) Karlsruhe und arbeitet bis zu seiner Selbstständigkeit 1993 an der Fakultät als Leiter der Metallwerkstatt.

Er baut die Metallwerkstatt für die TU auf und übernimmt 1964/1965 die Kursleitung für Metallverarbeitung. Bis zu seinem Ausscheiden 1993 betreut Adam Wieland jährlich rund 185 Studenten im Rahmen des Architekturstudiums. Neben der Vermittlung von Grundlagen des Metallhandwerks betreut er die Architekturstudenten beim Bau ihre Modelle und Detailkonstruktionen.

Im selben Jahr lernt Adam Wieland Prof. Egon Eiermann im Zuge der studentischen Betreuung kennen und schätzen.

1965: Adam Wieland entwickelt das E2 Tischgestell und legt den Grundstein für das Familienunternehmen. Noch im selben Jahr beginnt er mit der Produktion des Tischgestells in der Metallwerkstatt an der TU. Von Anfang an dabei ist seine Frau Ursula Wieland, die bis heute in der Buchhaltung arbeitet.

Das Tischgestell der Stunde Null ist schwarz lackiert und wird für 28 D-Mark verkauft. Seine ersten Kunden sind Architekturstudenten und die TU, für die Adam Wieland nach und nach die Seminar- und Besprechungsräume ausstattet. In den Anfangsjahren produziert Adam Wieland auch einige festverschweißte Tischgestelle für das Institut der TU Karlsruhe.

Aus der Garage zum Kunden

Die Produktion entwickelt sich

1970-1980: Adam Wieland lässt in den ersten Jahren die Gestelle von einer befreundeten Schlosserei herstellen, bevor er 1990 in der Garage seines Elternhauses die erste eigene Werkstatt einrichtet. Nach der Oberflächenveredelung werden die Tischgestelle im Privathaus von Adam Wieland, welches übrigens vis-a-vis vom Wohnhaus Egon Eiermanns stand, gelagert und von den Kunden dort direkt abgeholt.

Der Markterfolg wächst mit den Generationen: Aus ehemaligen Architekturstudenten werden Büroinhaber, Professoren oder Planer in Städten und Kommunen, die bei Ihm Ihre Tische bestellen. So erweitert sich Schritt für Schritt der Kundenkreis.

Von da an ist der Erfolg des E2 nicht mehr aufzuhalten. Im Laufe der nächsten 45 Jahre etabliert sich das Tischgestell von Adam Wieland als der Tisch für Architekten, Designer und Kreative. Es ist die handwerkliche Qualität, das zeitlose Design und die hohe Funktionalität des E2 Tischgestells, die bis heute unsere Kunden überzeugen und die ihn zu dem gemacht haben was heute als „Designklassiker“ bezeichnet wird.

Das Familienunternehmen entsteht

Die ersten Jahre

1981-1992: Aufgrund der hohen Nachfrage aus dem Wohn- und Objektbereich entwickelt Adam Wieland kontinuierlich das Produktsortiment weiter. Das Stehpult, eine Adaption des Tischgestells, wird Mitte der 80er Jahre entwickelt und ins Sortiment aufgenommen. Kurz danach folgt der E2 Kindertisch und der E2-Schreibtisch mit versetzten Kreuzstreben für eine besser Beinfreiheit.

Vor allem der Kindertisch wird von Grund auf neu entwickelt, die Proportionen Kindgerecht angepasst, ohne jedoch das zeitlose Design des Klassikers zu verwässern.

Mit dem Erfolg entwickelt sich die Ein-Mann Werkstatt nach und nach zum echten Familienunternehmen. Tochter Christiane arbeitet in Jugendzeiten im Versand und bestückt die Bestellungen. Seit 2006 ist sie fest im Unternehmen angestellt und arbeitet in der Buchhaltung und der Kundenbetreuung.

Sohn Peter arbeitet in den ersten Jahren in der Produktion und der Oberflächenveredelung. Während seiner Studienzeit kümmert er sich um das Marketing und ist auch verantwortlich für den ersten Onlineshop, den das Unternehmen 2001 aufschaltet. Nach langjähriger Tätigkeit als Unternehmensberater für ein norwegisches Unternehmen, kehrt er jedoch 2007 ins Unternehmen zurück und übernimmt 2008 die Geschäftsführung von seinem Vater.

Gründung der Adam Wieland Metallwerkstatt

1993: Trotz des großen Erfolges betreibt Adam Wieland die Produktion noch bis 1993 im Nebenerwerb weiter. Als sich Prof. Rolf Lederbogen (sein letzter Chef) pensionieren lässt, entscheidet sich Adam Wieland, die mittlerweile sehr erfolgreiche Produktion und den Vertrieb des Tischgestells fortan hauptberuflich zu betreiben. Er gibt die Leitung der Metallwerkstatt an der TU auf und gründet 1993 die neugebaute Adam Wieland Metallwerkstatt in der Alten Kreisstrasse. 12 in Karlsruhe, wo bis heute alle Produkte hergestellt werden.

Den Zusatz «Metallwerkstatt» wählt er in Anlehnung und Gedenken an die Zeit in der Metallwerkstatt der TU Karlsruhe. Durch die guten Beziehungen zu Architekten und Planern entwickelt sich nach und nach auch der Objektbereich. Adam Wieland stattet Universitäten, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen aus und übernimmt die komplette Auftragsabwicklung, von der Planung, über die Bemusterung, bis hin zur Logistik und die Montage vor Ort.

Da schon die ersten Kunden das modifizierte Gestell als «Eiermann» oder «Eiermann 2» bezeichnen, gibt Adam Wieland dem Produkt keinen eigenen Namen.

1995 Während das festverschweißte Eiermann-Gestell von 1953 in den 80er Jahren vom Markt verschwindet nimmt die Popularität des E2 immer weiter zu. Für viele seiner Liebhaber wird der Tisch von Adam Wieland in dieser Zeit schlicht zu dem «Eiermanntisch».

1995 erwirbt ein Möbelhändler die Rechte für den Begriff Egon Eiermann und seine Produkte. Er modifiziert das Ursprungsgestell von 1953 und bringt es Ende der 90er Jahre ebenfalls zerlegbar, mit veränderter Rohrdimensionen und diversem von Adam Wieland entwickelten Zubehör wie Höhenversteller und Kabelkanal als «Original Egon Eiermann» auf den Markt.

Da es sich bei dem zerlegbaren Tischgestell um eine eigenständige Weiterentwicklung des Originals handelt, bleiben die Produktions- und Vertriebsrechte auch nach dem Verkauf des Namens «Eiermann» im Jahre 1995 bei Adam Wieland.

Adam Wieland setzt von Anfang an auf das traditionelle Metallhandwerk mit eigener Werkstatt und Produktion. Eine Strategie, die sich vor allem in der verschärften Wettbewerbssituation auszahlt. 2009 wird schließlich der Produktname E2 entwickelt und als Marke beim deutschen Patentamt angemeldet.

Adam Wieland heute

Die 2. Generation

1996-2007: Das Unternehmen wächst stetig und steigert Zug um Zug den Vertrieb des Designklassikers. Das Unternehmen genießt einen ausgezeichneten Ruf bei Architekten und Planern und erhält Bestellungen aus allen Teilen der Welt. Von Karlsruhe aus werden Tischgestelle unter anderem in die USA, in den mittleren und fernen Osten, nach Australien und ganz Europa versendet.

Mit dem ersten Onlineshop gelingt dem Unternehmen ab 2001 ein weiterer wichtiger Wachstumsschub. Bestellabwicklung und Versand werden optimiert und die Produktion entsprechend angepasst. Heute erhalten Kunden Ihr bestelltes Produkt in der Regel innerhalb von 2-3 Werktagen.

Die Produktion für den E2 wird aus Qualitätsgründen jedoch unverändert in Handarbeit ausgeführt. Um z.B. perfekte Schweißnähte für die Herstellung der Seitenteile zu produzieren, ist viel Fachkompetenz und Fingerspitzengefühl notwendig. Jeder von uns ausgelieferte E2 ist und bleibt ein handgefertigtes Unikat.

2008 Nach fast 43 jähriger Tätigkeit – Adam Wieland ist mittlerweile 72 Jahre alt – geht das Familienunternehmen in die 2. Generation über. Peter Wieland übernimmt 2008 die Geschäftsführung mit dem Ziel, die unternehmerischen Werte und handwerklichen Traditionen des Familienbetriebes fortzuführen, gleichzeitig aber mehr auf die Rahmenbedingungen des heutigen Wettbewerbes einzugehen. Der Informatiker hat das Geschäft von der Pike auf gelernt und schon in Jugendzeiten im Betrieb mitgearbeitet. Zeitgleich mit der Übernahme folgt die Umwandlung der Personengesellschaft in die Adam Wieland GmbH & Co KG.

In Abstimmung mit dem «Familienrat» nutzt Peter Wieland den Generationswechsel um dem Betrieb eine kreative Denkpause zu gestatten. Um den Direktvertrieb und das erfolgreiche Objektgeschäft weiter auszubauen, wird das Produktsortiment erweitert. Ein neues Verpackungs- und Logistikkonzept verkürzt die Auftragabwicklung und reduziert die Lieferzeit für Volumenaufträge und Sonderanfertigungen.

2009 werden unsere Verkaufsunterlagen überarbeitet und zeitgleich der Produktname E2 als Marke beim deutschen Patentamt angemeldet. Mit dem Relaunch des Onlineshops und dem Domainwechsel auf adamwieland.de schließt das Unternehmen 2010 den Generationswechsel erfolgreich ab.

Obwohl sich Adam Wieland aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, ist er bis heute ein unverzichtbarer Ratgeber bei komplexen Projekten im Objektbereich und in der Kundenberatung. Er bringt seine einzigartige Fachkompetenz rund um das Thema «Eiermann und Tische» auch weiterhin gerne in unser Unternehmen mit ein.

Weiterempfehlen


Share |

Der neue Filzkanal

Einfach - aufgeräumt


Netzteile, Kabel und Mehrfach- steckdosen: Was am Arbeitsplatz gebraucht wird, sollte immer griffbereit, aber nie im Weg sein. Wo unser Kabelkanal aus Metall bereits Ordnung macht, ist der neue Filzkanal die flexible Alternative.
Neben einem reduzierten Design und nachhaltigen Materialien ist uns vor allem seine einfache Nutzung wichtig.

Ab sofort bestellbar.